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etwas über griechische Kultur und Geschichte...

 

Griechische Kultur

Die griechische Geschichte und Kultur sind in der restlichen Welt anerkannt. Um Dir die Griechen und ihr kulturelles Erbe etwas näher zu bringen, nennen wir nur einige der Dinge, die Griechenland der Welt geschenkt hat:

Demokratie
Unsere westliche Zivilisation hat ihren Ursprung in Griechenland auf der Insel Kreta. Auf dem griechischen Festland gab es einige Stadtstaaten, jeder mit einer eigenen Identität. Zwei davon spielten eine wichtige Rolle: das disziplinierte Sparta und Athen. Da wurde die Demokratie geboren. In Athen konnten mehrere Ideen und Kulturen sich in einer freiheitlichen Atmosphäre entwickeln.

Olympische Spiele
Die klassischen Griechen studierten das Phänomen "Mensch", bewunderten die individuellen Rechte und respektierten die Denkfreiheit eines jeden Menschen persönlich. Sie versuchten, das Gleichgewicht zu be-wahren zwischen der Entwicklung des Körpers und der Seele. Kein Wunder, dass die Olympischen Spiele sich in einem solchen Klima entwickeln konnte. In ihnen werden bis auf heute körperliche Kraft, Freundschaft und Bruderschaft unterstrichen.

Philosophie
Die berühmte griechische Philosophie ist bis auf heute die Basis des Denkens in der westlichen Gesellschaft. Universitäten in der ganzen Welt haben begonnen mit Prinzipien, die von Aristoteles, Plato und Sokrates entdeckt wurden.

Sprache
Griechisch ist eine indogermanische Sprache, die einen eigenen Zweig dieser Sprachfamilie darstellt. Griechisch hat eine Schrifttradition von über 3500 Jahren. Mit Ausnahme der Chinesischen Sprache ist keine andere lebende Sprache über eine so lange Zeit schriftlich überliefert.

Hast Du je gewusst, dass es Tausende von Wörtern gibt, die Du jeden Tag gebrauchst, deren Ursprung im Griechischen liegen? Ist es nicht eine Katastrophe (kata = unten; strofi = Kurve; eine plötzliche negative Wende), dass den meisten Leuten heutzutage nicht klar vor Augen steht, dass Griechenland das Monopol (monos = allein; polo = verkaufen; Verkaufsrecht) ihrer Sprache nicht für sich gehalten hat, sondern bereit war, Pädagoge (pedi = Kind; agogo = trainieren, führen) für viele andere Sprachen zu werden?

Wissenschaft
Wer kann heute denn Arzt sein, ohne den Eid des Hippokrates zu kennen?
Wer hatte noch nie das Damoklesschwert über seinem Kopf?
Wer hat noch nie vom Trojanischen Pferd gehört?
Wer wendet nicht die Archimedischen Prinzipien in seinem täglichen Leben an?
Wer weiß denn nicht, wofür der Name Pythagoras steht?
Wer hat nicht geglaubt, dass er selbst auf Reisen war, als er die Bücher des Homer und Herodot las?
Wer fühlt sich nicht klein, wenn er die Größe der Akropolis vor sich sieht?
Wer wird nicht gerührt durch die griechische Poesie, die Tragödien und die Bildhaukunst?


Kultur
Findest Du nicht auch, dass die moderne Gesellschaft in ihren Äußerungen oberflächlich geworden ist? Wir haben die Werte verloren, die die Basis unserer Kultur sind. Wir vereinfachen unsere Sprache. Wir können uns nicht mehr richtig ausdrücken, wir schätzen die Geschichte und die Kulturen der Welt nicht mehr so, wie es sein sollte.
Wir leben nur für die Zukunft, für schnelle Erfolge, für wirtschaftliche Vorteile, ohne unsere eigenen Wurzeln
und die unserer Gesellschaft zu beachten. Eine solche Gesellschaft ist im Begriff auseinander zu fallen, wie alle großen Reiche der Vergangenheit.

Verstehst Du jetzt, warum die Griechen ihr kulturelles Erbe sosehr betonen? Es ist für sie ein Kraftbrunnen im Hinblick auf die gleiche Zukunft.

Geschichte

Das goldene Zeitalter

 

461 v. Chr. Übernahm Perikles die Führung Athens. Während seiner Regierungszeit erfolgte der Bau des Parthenons, der Propyläen und anderer Bauwerke auf der Akropolis. Das griechische Theater erreichte mit den Tragödiendichtern Aischylos, Sophokles und Euripides seine Blütezeit. Herodot und Thukydides verfassten die ersten historiographischen Werke. In das Zeitalter des Perikles fällt auch das Wirken der Philosophen Anaxagoras, der Perikles’ Lehrer war, und Sokrates.

 

Perserkriege

Zwischen 490 und 478 v. Chr. standen sich Griechen und Perser in zwei großen Kriegen einander gegenüber. Auslöser des ersten Krieges war der Ionische Aufstand, der Aufstand der kleinasiatischen Griechenstädte gegen die Herrschaft der Perser unter König Dareios I., in den Griechenland zugunsten der Griechenstädte eingegriffen hatte. Der erste Krieg endete 490 v. Chr. mit dem Sieg der Athener in der Schlacht bei Marathon. Eine weitere berühmte Schlacht fand zehn Jahre später während des zweiten Krieges bei den Thermopylen statt. 480 v. Chr. hielt der spartanische König Leonidas am Thermopylenpass mehrere Tage den angreifenden Persern stand. Erst durch Verrat konnten Leonidas’ Truppen bezwungen werden, der zusammen mit 300 (!) Spartanern fiel. Diesmal siegten die Perser unter König Xerxes I., rückten weiter nach Süden vor und nahmen schließlich Athen. In den folgenden Schlachten 480/479 v. Chr. – zur See bei Salamis und Mykale, zu Lande bei Platää – triumphierten jedoch wieder die Griechen. Der persisch-griechische Konflikt zog sich noch bis 449 v. Chr. hin, bis zum Kalliasfrieden, durch den sich Athen zur Vormacht in der Ägäis aufschwang.

 

 

Alexander der Große

 

Alexander (Aλέξανδρος o Μέγας; Aléxandros ho Mégas) wurde in Pella (übrigens 10 Km von unseren Geburtsort entfernt) , der Hauptstadt des antiken Makedonien, geboren. Er war der Sohn des makedonischen Königs Philipp II. und der Olympias, einer Prinzessin aus Epirus. Sein Erzieher war von 342 bis 340 v. Chr. der griechische Philosoph Aristoteles, der ihm eine gründliche Ausbildung in Rhetorik und Literatur zukommen ließ und sein Interesse für Naturwissenschaften, Medizin und Philosophie weckte. Im Zuge seiner Eroberungsfeldzüge dehnte Alexander der Große den griechischen Machtbereich bis nach Indien aus, ehe er 323 v. Chr. im Alter von 33 Jahren starb. Die Büste Alexanders stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und befindet sich heute in der Akropolis von Athen.

 

Nach dem Römischen Reich hatte das Byzantinische Reich für fast tausend Jahre die Macht. Danach wurde Griechenland im Jahre 1453 mit dem Sturz Konstantinopels ein Teil des Ottomanischen Reiches bis 1821. (Thessaloniki wurde nicht eher als im Jahre 1921 befreit!).

 

Byzantinisches Reich

  

Byzantinisches Reich, abendländische Bezeichnung für die östliche Hälfte des Römischen Kaiserreiches und den daraus hervorgegangenen Staat.

B Das Byzantinische Reich verstand sich selbst als „Römerreich” (Romania), obwohl das Griechische die dominierende Sprache war und nur eine

Minderheit seiner Bewohner sich mit Recht als Römer bezeichnen konnte. Die byzantinischen Kaiser orientierten sich an den Traditionen und

Institutionen des Römischen Reiches; außerdem beeinflussten Hellenismus und vor allem das Christentum Staatswesen, Sozialordnung und Kultur.

Grundlage der Verfassung des Reiches war die Autokratie, die unumschränkte Herrschaft des Kaisers.

 

Αγια Σοφια  (Hagia Sofia)

 

 

Hagia Sophia (griechisch: Heilige Weisheit), Haupt- und Krönungskirche des Byzantinischen Reiches, das Zentrum der Orthodoxie.

Seine enorme Größe und die gewagten technischen Neuerungen machten die Hagia Sophia zu einem der beeindruckendsten Bauwerke

der damaligen Welt. Die Hagia Sophia war Jahrhunderte lang die größte Kirche der Welt.

Die Ausplünderung durch die Kreuzfahrer im Jahre 1206 und die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) stellen die

Tiefpunkte Ihrer Geschichte dar. Obwohl Ihrer immensen Bedeutung für die Orthodoxie ist sie als Kathedrale Ihrer Funktion seitdem beraubt.

Die fehlenden Toleranz der Osmanen bzw. Türken ließen (und lassen leider heute noch ) eine gerechte Funktion nicht zu.

 

 

 

 

Homer

Mit Homer nahm die europäische Literatur ihren Anfang. Homer gilt mit der Ilias und der Odyssee als der größte Dichter aller Zeiten.

 

Platon

Platon war der größte Denker der abendländischen Philosophie. Bedeutend sind vor allem seine so genannten sokratischen Dialoge, in denen er seinen Lehrer Sokrates an Hand der ihm eigenen Dialektik ein Modell des rechten Wissens entwickeln lässt. Platons Ideenlehre wirkte vor allem auf die Neuplatoniker.

Sokrates

 Mit seinen Gedanken und der erkenntnisfördernden Art und Weise seiner Lehrtechnik übte Sokrates einen großen Einfluss auf die abendländische Philosophiegeschichte aus. 399 v. Chr. wurden Vorwürfe wegen Gotteslästerung und Verführung der Jugend gegen ihn erhoben. Nach seiner Verurteilung zum Tod trank er - trotz der Möglichkeit zur Flucht - den Schierlingsbecher. Ich weiß, dass ich nichts weiß.

"Nur der ist weise, der weiß, dass er es nicht ist."

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen."

Aristoteles

 Mit seinen Schriften avancierte Aristoteles, der bedeutendste Schüler des griechischen Philosophen Platon, zu einem der zentralen Denker der abendländischen Philosophie. So definierte er die Grundbegriffe und Prinzipien von Logik, Biologie, Physik und Psychologie. Als Begründer der wissenschaftlichen Logik entwickelte er zudem die Methode des deduktiven Schließens (Deduktion) durch Syllogismen.

 

Pythagoras

Pythagoras (um 570 bis circa 500 v. Chr.), griechischer Philosoph aus Samos, dessen Ideen u. a. Platon stark beeinflussten.

Pythagoras wurde in Samos geboren. Er starb um 500 v. Chr. vermutlich in Metapont. Die Philosophie des Pythagoras existiert allein in den Nachschriften seiner Schüler, die ihn als absoluten Weisen verehrten. Vermutlich gehen auch viele ihrer Gedanken auf ihn zurück. Der nach ihm benannte Satz des Pythagoras oder pythagoreischer Lehrsatz, der ihm von Proklos zugeschrieben wurde, stammt hingegen aus älterer Zeit. Dieser besagt, dass die Fläche eines Quadrats über der Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks der Flächensumme der Quadrate der beiden anderen Seiten entspricht (c2 = a2 + b2).

 

Archimedes                   

Achimedes war einer der bedeutendsten Mathematiker der Antike. Die größte Bekanntheit erlangte Archimedes mit der Entdeckung eines grundlegenden Gesetzes der Hydrostatik, das als Archimedisches Prinzip bekannt ist..


Archimedes verbrachte den größten Teil seines Lebens in und um Syrakus auf Sizilien. Über sein Leben ist wenig bekannt. Vieles gehört in den Bereich der Legende. Tatsache ist jedoch, dass er während der zweijährigen Belagerung Syrakus’ durch die Römer Steinschleudern bzw. Katapulte zur Verteidigung der Stadt erfunden hat..

 

Hippokrates

Hippokrates von Kos (altgr. Ἱπποκράτης ὁ Κῷος; * um 460 v. Chr. auf der griechischen Ägäisinsel Kos; † um 370 v. Chr. in Larisa, Thessalien) gilt als der berühmteste Arzt des Altertums.

Hippokrates wurde schon zu Lebzeiten hochverehrt. Er gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft. Der Eid des Hippokrates, benannt nach dem griechischen Arzt Hippokrates

von Kós (um 460 bis 370 v. Chr.), gilt als erste grundlegende Formulierung einer ärztlichen Ethik.

 

 

Christentum


Der Apostel Paulus
Eins der historischen Ereignisse, das niemand verneinen kann, ist der Besuch des Apostel Paulus in dieser Stadt im Jahre 51 nach Christi Geburt. Er brachte die Botschaft Gottes, die heute noch ebenso gültig ist wie gestern:
"Solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland, welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und dass sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Jesus Christus."
Weißt Du, was der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Thessalonicher über die Griechen schrieb?
".. so dass ihr seid ein Vorbild geworden allen Gläubigen in Mazedonien und Achaje. Denn von euch aus ist erschollen das Wort des Herrn nicht allein in Mazedonien und Achaje, sondern an allen Orten ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, so dass uns nicht Not ist, etwas zu sagen."

Das Evangelium

Das Wort „Evangelium“ stammt aus dem Griechischen (euangelion) und bedeutet „gute Nachricht“ oder “frohe Botschaft“.

Das Evangelium nach Matthäus

Nach alter kirchlicher Überlieferung soll Matthäus als erster ein Evangelium in hebräischer Sprache verfasst haben. Das uns überlieferte Evangelium wurde in griechischer Sprache abgefasst, und es benutzt das griechisch geschriebene Markusevangelium als Vorlage. Es schöpft außerdem aus einer anderen griechischen Vorlage, die auch Lukas verwendet hat, einer heute verloren gegangenen Sammlung von Worten Jesu. Daraus sind die Bergpredigt, das Vaterunser und eine Reihe von Gleichnissen genommen, die sich bei Matthäus und Lukas finden.

 

 

Griechischer Urtext


Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς·
ἁγιασθήτω τὸ ὄνομά σου·
ἐλθέτω ἡ βασιλεία σου·
γεννηθήτω τὸ θέλημά σου,
ὡς ἐν οὐρανῷ καὶ ἐπὶ γῆς·
τὸν ἄρτον ἡμῶν τὸν ἐπιούσιον δὸς ἡμῖν σήμερον·
καὶ ἄφες ἡμῖν τὰ ὀφειλήματα ἡμῶν,
ὡς καὶ ἡμεῖς ἀφήκαμεν τοῖς ὀφειλέταις ἡμῶν·
καὶ μὴ εἰσενέγκῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν,
ἀλλὰ ῥῦσαι ἡμᾶς ἀπὸ τοῦ πονηροῦ.
(ὅτι σοῦ ἐστιν ἡ βασιλεία καὶ ἡ δύναμις καὶ ἡ δόξα εἰς τοὺς αἰῶνας)
ἀμήν

 

Das Vaterunser

Vater unser im Himmel!

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,

und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,

und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Das Evangelium nach Markus

Das älteste, griechisch geschriebene, Evangelium wird nach altkirchlicher Überlieferung Markus zugeschrieben. Damit ist Johannes Markus aus Jerusalem gemeint, der ein Vetter von Barnabas war, sowie Mitarbeiter des Paulus, und später auch des Petrus. Markus schrieb das Evangelium in Rom. Es steht in zeitlichem Zusammenhang mit der Zerstörung Jerusalems und ist deshalb um 70 n.Chr. verfasst, und zwar für Heiden und Heidenchristen.

 

Das Evangelium nach Lukas

Der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte ist Lukas, der ein Heidenchrist war und mit Paulus in Verbindung stand. Das Evangelium wurde in den Jahren 81 bis 90 n.Chr. in Kleinasien oder in Griechenland geschrieben. Lukas bediente sich des Evangeliums nach Markus und schöpft aus einer mit Matthäus gemeinsamen Sammlung von Jesusworten.

 

Das Neue Testament
Das Wichtigste, was Griechenland der Welt geboten hat, ist das Neue Testament in griechischer Sprache. Sogar heute gibt es weltweit Millionen Menschen, die täglich die Bibel lesen; selbstverständlich in die wichtigsten Sprachen der Welt übersetzt.

 

 

Biblische Orte
Ein jeder kann heute noch biblische Orte besuchen, wie Thessaloniki, Perea, Athen oder Korinth. Wie Du wahrscheinlich weißt, ist die Orthodoxie die Staatsreligion in Griechenland.

 

www.tsitsanakis.de